Lebensweise:
Die Königinnen verlassen etwa Anfang April ihre
Überwinterungsquartiere und macht sich auf die Suche
nach einem geeigneten Neststandort. Dieser ist in der
Regel oberirdisch unter dichten Grasbüscheln,
Grashorsten oder Moospolstern. Seltener werden die
Nester in Baumhöhlen oder unterirdisch in verlassenen
Mäusenestern angelegt. Ein Volk kann im Laufe des
Sommers auf bis zu 150 Tiere anwachsen. Etwa ab
Mitte/Ende Juli erscheinen die ersten Männchen, die
müssen sich dann etwas gedulden, bis etwa Anfang/Mitte
August die weiblichen Geschlechtstiere schlüpfen.
Die Veränderliche Hummel braucht als Lebensraum offene
Landschaften wie extensiv genutzte, blütenreiche Wiesen
(gerne an Waldrändern), Streuobstwiesen, seltener auch
naturnahe Parkanlagen. Im Siedlungsbereich ist sie wohl
nicht anzutreffen. Da die meisten Wiesen mittlerweile
aber intensiv bewirtschaftet werden, ist Bombus humilis
selten geworden und gilt in Deutschland als "Gefährdet"
- RL 3.
Als Kuckuck wird
Bombus
campestris genannt.
Nahrung: Imago:
Pollen und Nektar
Larven:
Pollen und Nektar
Gefährdung und Schutz:
"Gefährdet" - RL 3 / Besonders
geschützt nach BArtSchV
Anmerkungen:
Wie der deutsche Name schon vermuten lässt, ist die
Veränderliche Hummel in ihrer Färbung äußerst variabel
und am Foto nicht sicher zu bestimmen. Bei meinem
Exemplar ist es aufgrund der Färbung aber dennoch sehr
wahrscheinlich, dass sie es ist (fast alle anderen
Hummelarten sind anders gefärbt) - aber ohne
mikroskopische Untersuchung mit einer gewissen
Restunsicherheit.
Der "Pelz" auf Thorax und Hinterleib von Bombus humilis
kann oberseits weißlich-gelblich, hell- bis dunkelbraun
als auch schwarz sowie in verschiedenen Kombinationen
dieser Farben gefärbt sein. Lediglich die Körbchenhaare
an den Hinterbeinen scheinen immer schmutziggelb-rötlich
zu sein. Die Größe der Königinnen liegt bei etwa
16-18mm, die der Arbeiterinnen bei 10-15mm und die der
Männchen (Drohnen) bei 12-14mm.