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Die etwa spatzengroße
Rohrammer ist eine Bewohnerin Schilf bewachsener
Gewässerränder und sumpfiger, nasser Wiesen oder Areale
mit hohem Pflanzenbewuchs und Gebüschen. Nur in den
Wintermonaten kann man sie auch in Kulturland antreffen
- das ist auch die beste Zeit, um sie einmal zu Gesicht
zu bekommen.
Ihre Nester baut die Rohrammer am Boden, gut
versteckt in dichtem Schilf oder hohem Gras, aber auch
in Brombeerhecken oder ähnlichem. Seltener nistet sie in
hohlen Baumstümpfen. Das Gelege besteht zumeist aus 4-5
Eiern und nach einer Brutdauer von rund zwei Wochen
schlüpfen die immer hungrigen Jungen. Diese verlassen
knapp zwei Wochen später das Nest, werden aber noch etwa
ein bis zwei Wochen weiter von den Elternvögeln
gefüttert. Bei guten Witterungsverhältnissen gibt es
zwei Jahresbruten.
Als Nahrung dienen der Rohrammer im Sommer neben
Sämereien hauptsächlich Insekten, Spinnen, kleine
Schnecken und Würmer. Im Winter frisst sie dagegen vor
allem Samen verschiedener Pflanzenarten.
Emberiza schoeniclus ist ein Teilzieher. Das heißt, dass
unsere Populationen im Winter gen Süden ziehen, dafür
überwintern Vögel aus Nordeuropa bei uns (es sei denn,
es ist ein strenger Winter, dann ziehen auch diese Vögel
in südlichere Gefilde).
Die Rohrammer sehe ich hier bei Hattersheim nur
selten. Das muss nicht heißen, dass sie hier nicht
häufig vorkommt, sondern es kann auch daran liegen, dass
dieser Vogel sehr scheu ist. Von daher bin ich froh,
dass mir am 01. März 2009 in einem Rosenfeld nahe des
Rosarium (Hattersheim) wenigstens diese drei, nicht so
berauschenden, Fotos gelangen. Dabei kam es wieder zum
Tragen: ich brauche ein Teleobjektiv... - wenn die doch
bloß nicht so teuer wären!
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/ 01. März 2009 / Nahe Rosarium Hattersheim



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