Projekt "Industriestammgleis"

Start 2010

Letzte Aktualisierung:

06. März 2010 15:23

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!In Vorbereitung!

Abschnitt 1 Abschnitt 2 Abschnitt 3 Umgebung Gesamt-Artenliste
Sobald die ersten Anzeichen des Vorfrühlings (z.B. Beginn der Haselnussblüte)
zu sehen sind geht es los! 
Natürlich stelle ich Ihnen/Euch das Gebiet dann auch mit Fotos vor!

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(Klicken Sie für eine große Ansicht der Skizze einfach auf das Bild)
Skizze des Gebietes "Altes Industriestammgleis Okriftel"Zwischen Hattersheim-Okriftel und Hattersheim-Eddersheim verläuft von etwa Nordost nach Südwest ein seit Jahrzehnten stillgelegtes Bahngleis, dass das Okriftler Industriegebiet am Main mit der Bahn-
trasse Frankfurt-Wiesbaden verbindet. Diese alte Gleisanlage ist ein nicht einfacher Lebensraum für Fauna und Flora. Im Sommer ist es dort heiß und oft extrem trocken und die alten, hölzernen Bahnschwellen scheinen bei wärmeren Temperaturen noch immer pflanzenschädliche Gifte auszugasen. Zudem verläuft das Gleis am Rande der "Okriftler Düne", einer mittlerweile leider fast völlig verschwundenen Binnendüne. Nur ein kurzes Stück an der Trasse ist noch richtig sandig.


Alles in allem ein für mich deshalb interessantes Gebiet. Darum habe ich mir vorgenommen ab 2010 die Fauna und Flora im Gleisbett und einem etwa 2-3m breiten Streifen rechts und links davon soweit es mir ohne Insektenfallen und anderer Hilfsmittel möglich ist, zu erfassen. Die Strecke ist etwa knapp 800m lang und lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen. Der Abschnitt "A1" beginnt kurz hinter der Weiche an der das Industriegleis von der Hauptstrecke Frankfurt-Wiesbaden abzweigt. Er ist etwa 280m lang und insbesondere westlich von einer großen Gehölzgruppe gesäumt, östlich grenzen Fettwiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen an. Der Abschnitt "A2" ist rund 120m lang und der wohl spannendste Teil. Er führt durch den noch sandigsten Teil des Gebietes - insbesondere in Höhe des eingezeichneten Feldweges. Ansonsten grenzen östlich ein Feld (meist Getreide) und etwas magere Wiesen an das Gleisbett. Der Abschnitt "A3" ist mit rund 400m der längste. Er führt durch abwechselnd magere Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen und endet an der Unterführung der L3006 die Okriftel mit Eddersheim verbindet.

Großräumiger gesehen ist das Gebiet geprägt von alten Streuobstwiesen, Eichen- und Birkenwäldchen sowie sich mit landwirtschaftlichen Flächen abwechselnde mal mehr, mal weniger mageren Wiesen. Wobei der Anteil an insbesondere fast Sandmagerrasen zu nennenden Arealen seit Wegfall der Stilllegungsprämie drastisch zurück ging und selbst diese mageren Sandböden nun als Agrarflächen genutzt werden. Was bedeutet, dass die ökologisch besonders wertvollen Flächen sehr stark gefährdet sind. Da das Gebiet zudem ein immer beliebteres Areal für Spaziergänger ist und als "Hundeauslauf" dient, ist der Druck auf diesen sensiblen Lebensraum insgesamt sehr hoch. Am Beispiel der "Weiden-Sandbiene" Andrena vaga kann ich das kurz verdeutlichen. Bis etwa 2004 konnte ich dort alljährlich zum Teil mehrere Tausend Weibchen beim Nestbau beobachten - heute sind es mit Glück noch etwa 50...


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Stand: 06. März 2010

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